Doppelboden
Beim Doppelboden liegen schablonengefertigte Doppelbodenplatten aus Holzwerkstoff, Anhydrit oder Stahl auf einer Unterkonstruktion aus verzinkten Stahlstützen, die zum Ausgleich von Bodenunebenheiten in der Höhe verstellbar sind. Die Stützenfüße werden in der Regel mit einen PU-Stützenkleber standsicher auf dem Rohboden verklebt.
Die Bauhöhe der Doppelbodenanlagen richtet sich nach den Bedürfnissen. Standardmäßig lieferbar sind Doppelböden im Bereich der OKF 68 mm - 1.200 mm. Andere Höhen sind möglich, erfordern aber spezielle Lösungen.
Der Einbau in Trockenbauweise belastet nicht durch Baufeuchte. Bei entsprechenden Bedingungen (k-Wert, Trittschall) kann ein Estrich entfallen. Unebenheiten und Höhendifferenzen des Rohbodens werden durch den Doppelboden ausgeglichen. Anforderungen an Tragfähigkeit, Brandschutz, Schallschutz und Elektrostatik werden erfüllt. Die Doppelbodenfläche ist unmittelbar nach der Montage verfügbar.
Bauphysikalische und technische Forderungen sind über Wahl von Unterkonstruktion, Bodenplatte und Oberbelag erfüllbar. Der Installationshohlraum ist vielseitig und kombiniert nutzbar, beispielsweise für Elektrotechnik, Systemverkabelung, Klimatechnik, Sanitärtechnik und den Brandschutz. Wird über den Installationshohlraum klimatisiert, kann Wärme über einfachen Austausch der Lüftungsplatten variabel transportiert werden.
Das Kosten/Nutzen-Verhältnis ist hervorragend. Die Forderungen an das Gewerk sind eindeutig, der Kostenrahmen klar definiert. Der Doppelboden garantiert einen raschen Baufortschritt, die Doppelbodenmontage kann variabel vor oder nach sonstigem Innenausbau erfolgen. Installationen über den vorhandenen Installationshohlraum erfolgen deutlich kostengünstiger.
Doppelboden ist zukunftssicher. Die Doppelbodenplatten können beliebig untereinander ausgetauscht werden. Revisionsarbeiten können, auch im laufenden Betrieb, an jeder Stelle erfolgen. Bei geänderten Anforderungen sind Änderungen an der Doppelbodenanlage oder im Installationshohlraum schnell und einfach durchführbar.
Lasterhöhungen der Doppelbodenanlage sind möglich, also auch im Nachhinein. Zusätzliche Stützen erhöhen die Lastaufnahme punktuell.
Ab einer OKF von 500 mm sollten Rasterstäbe zur Erhöhung der Querstabilität vorgesehen werden.
Bei hoher Anforderung an die Lastaufnahme oder als spezielle Lösung für den Schaltanlagenbau ist der Schaltwartenboden verfügbar


